Vor über einem Jahrzehnt erschien mein Buch „Der Neue Abendländische Schamanismus — Handbuch für ein Leben
im Einklang mit der Schöpfung“ — heute in der dritten Auflage vergriffen. Seither hat sich der Weg stetig weiterentwickelt:
vom Neuen Abendländischen Schamanismus über die Zeitgemäße NaturSpiritualität bis zum heutigen Stand — NaturSpiritualität
Pur, rein und unverfälscht. Wie es dazu kam, erzählt zugleich, was diesen Weg von allem unterscheidet, was sonst unter
„Schamanismus“ angeboten wird.
Warum ein eigener, abendländischer Weg?
Der „Neue Abendländische Schamanismus“ ist entstanden, weil mir vieles in den verbreiteten naturspirituellen Sichtweisen und
Konzepten — Schamanismus, Neo-Schamanismus, Druidentum, Heidentum, Wicca, Pagan und andere — allzu widersprüchlich, konstruiert
oder schlicht unverstanden erschien. Die meisten dieser Sichtweisen widersprechen sich untereinander in vielen Bereichen; was sie
als einzige Wahrheit und „altes Wissen“ verkünden, ist oft in sich nicht stimmig — und manches davon ist in der realen Natur und
Schöpfung nicht zu finden oder widerspricht den natürlichen Vorgängen sogar.
Da wir alle in derselben Schöpfung leben, deren natürlicher Ausdruck lediglich regional unterschiedlich
ausgeprägt ist, sollte alles, was sich „naturspirituell“ nennt, in seiner Anwendungspraxis regional verschieden — aber im Kern
übereinstimmend sein.
Genau das war mein Beweggrund, diesen Themenkreis „gerade zu ziehen“: entlang eines roten Fadens, in ausschließlicher Referenz
zur realen Natur und Schöpfung, synergetisch und widerspruchsfrei. Daraus wurde das Buch — und ein deutlicher Schritt zur
Erfüllung meiner Berufung.
Kein Neoschamanismus
Zur Klarheit: Der Neue Abendländische Schamanismus ist kein Neoschamanismus — auch wenn beide Namen ein „neu“ tragen.
Das „Neu“ meint hier nicht, dass schamanische Elemente neu zusammengesetzt wurden. Es meint, dass alles neu an der realen Natur
und Schöpfung geprüft wird, bevor es weitergeführt wird — und dass das, was diese Prüfung nicht besteht, draußen bleibt, gleich
aus welcher Tradition es stammt.
Vom Buch zur Zeitgemäßen NaturSpiritualität
Durch Rückmeldungen und Seminare zeigte sich schnell: Wollen wir heute wieder in Einklang mit der Natur und Schöpfung
kommen, müssen weit mehr Anforderungen erfüllt werden, als die überlieferten naturspirituellen Sichtweisen kennen — denn wir leben
in einem anderen Kontext als unsere Vorfahren. Mit der „Zeitgemäßen NaturSpiritualität“ kamen diese Erweiterungen hinzu, und sie
haben sich bis heute als schöpfungskonform und wandelnd erwiesen. Das Erstaunliche daran: Der Zauber und die Magie, die andernorts
durch Romantisierung, Fantasie und mystisches Schauspiel erzeugt werden sollen, zeigen sich auf diesem Weg rein und pur — durch
die Natur und Schöpfung selbst.
Das Alte ehren — und weiterführen
Ich achte die echten naturverbundenen Traditionen sehr. Sie zeigen, wie tief Menschen mit ihrem regionalen Lebensumfeld
verbunden sein können, und dass es immer schon ein Wunsch der Menschen war, die Natur um sich herum und den eigenen Platz darin
zu verstehen. Doch es sind regionalspezifische und sehr alte Erklärungsversuche, aus denen mit der Zeit feste, statische Weltbilder
wurden. Seither haben wir vieles dazugelernt — und ja, auch viel von einem Leben mit der Natur vergessen. Führen wir nun das
Vergessene, soweit es schöpfungskonform ist, mit dem zusammen, was wir an schöpfungskonformem Wissen dazugewonnen haben, kommen
wir der reinen Natur und Schöpfung einen großen Schritt näher.
Die überlieferten Sichtweisen waren wichtig und haben ihren Zweck erfüllt: Sie haben in einer Zeit der überrationalen,
mechanistischen Weltsicht daran erinnert, dass wir untrennbarer Teil der Natur und Schöpfung sind. Unsere frühen Vorfahren haben
ihren Teil beigetragen. Doch jetzt sind wir dran — nicht willkürlich interpretierend oder fantastisch ausschmückend, sondern
klar und unmissverständlich zur realen Natur und Schöpfung referenzierend. Genau dieser Schritt ist der Neue Abendländische
Schamanismus: das Alte geehrt, nicht kopiert — weitergeführt.
Kein schneller Weg — ein echter
Das ist kein schneller Weg, auch wenn heute jeder schnelle Lösungen sucht. Die gibt es nur für Banalitäten — nicht für einen
ganzen Lebensweg. Mit ein paar Wochenend-Erlebnissen ist es nicht getan, wenn Entwicklung etwas Echtes sein soll und nicht nur
eine Ablenkung vom Alltag. Deshalb liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit auf Ausbildungen, deren Inhalte vollständig auf die
reale Natur und Schöpfung referenzieren — und die dich befähigen, es selbst zu können.
Das Ziel: Menschwerdung
Das Ziel des Neuen Abendländischen Schamanismus ist nicht das Ritual und nicht das Erlebnis — es ist die
Menschwerdung. Du bist ein untrennbarer Teil der Natur und Schöpfung; erst wenn du diese Verbindung wieder
aufnimmst, kannst du anfangen, wieder ganz Mensch zu werden — im Einklang mit ihr, mit allem Wissen, allen
Fähigkeiten und der Verantwortung, die dazugehören.
„Nur das Echte zählt, lebe es wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit — und lerne es zu behaupten!"
Norbert Paul ist Urheber der Zeitgemäßen NaturSpiritualität nach dem Neuen Abendländischen Schamanismus —
sechs eigene Bücher, ein eigenes Lehrsystem, Jahrzehnte gelebter Praxis.
Post von Norbert
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